ausstellungen

ZERO G | Space Art
14 apr – 30 jun

charles wilp

Charles Wilp, geboren am 15. September in 1932 in Witten, ist ein deutscher Werbefachmann, Künstler, Fotograf und Regisseur von Kurzfilmen. Er ist am 02. Januar 2005 in Düsseldorf verstorben.
 Nach dem Besuch des Ruhrgymnasiums in Witten wird er Schüler des Jesuiten- Kollegs Francois Xavier in Vannes und studiert anschließend an der Academie de la Grande Chaumiere in Paris. Danach folgt ein Studium an der technischen Hochschule in Aachen mit der Fächerbelegung: Publizistik, Synästhesie, Kunst und Wirkungspsychologie. Nach Abschluss des Studiums reist er nach New York, wo er an der Design-Schule Raymond Loewy unter der Leitung des vielseitigen und weltberühmten Künstlers und Fotografen Man Ray studiert.

In der Düsseldorfer Kunstszene pflegt er intensive Kontakte zu internationalen Künstlern wie Joseph Beuys, Andy Warhol, Mel Ramos, Christo und Yves Klein, der ihn 1960 zum „Prince of Space“ erklärt.
Seine Begeisterung für die Raumfahrt, die ihn schon seit Kindheitstagen begleitet, hat Einfluss auf seine bekannteste Kampagne für den Softdrink Afri- Cola mit dem Slogan „Sexy-mini-super-flower-pop-op-cola –

alles ist in Afri-Cola“. Die Idee dazu ist nach Wilps Angabe entstanden, als er den Weltraumpionier Wernher von Braun bei der NASA besucht.

Mit dieser Afri-Cola-Kampagne aus dem Jahr 1968 sorgt Charles Wilp für eine Revolution in der Werbewelt.

Seine Weltraumbegeisterung kann Wilp dank der erfolgreichen Afri-Cola- Kampagne weiter verfolgen. In den 1980er Jahren besucht er die Ausbildungsstätte der russischen Kosmonauten und absolviert dort erfolgreich das Programm zum „Raumflugtauglichkeitsschein“. Er arbeitet bei zahlreichen Parabelflügen an der Herstellung von Kunst in der Schwerelosigkeit. Seine Erfahrungen verarbeitet er in Collagen und verwendet dabei Material aus der Raumfahrt. Als selbsternannter „ARTronaut“ lässt Wilp seine Kunstblätter während der D2-Mission ins All fliegen.

„Vom Cola-Rausch zum All-Orgasmus“, so beschreibt Wilp seinen eigenen Werdegang.

Als Meilenstein für Wilp ist die documenta 1972 zu nennen, hier wird er von Harald Szeemann mit der Einzelschau „Konsumrealismus“ eingeladen und geehrt. 2004 wird Wilp in die Hall of Fame der deutschen Werbung aufgenommen.

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